Logo-Redesign: Bildzeichen mit Konstruktionslinien und Gestaltungsraster

Logo-Redesign: Woran Sie erkennen, dass Ihr Firmenauftritt ein Update braucht

Unternehmen entwickeln sich weiter: Sie erschließen neue Märkte, erweitern ihr Angebot, wachsen oder werden an die nächste Generation übergeben. Das Logo bleibt dabei oft über Jahrzehnte unverändert. Irgendwann passt es nicht mehr zu dem, wofür das Unternehmen heute steht, oder es funktioniert in neuen Medien nicht mehr zuverlässig. Dann stellt sich die Frage nach einem Logo-Redesign. Dieser Artikel zeigt, woran Sie den richtigen Zeitpunkt erkennen, wie ein Redesign fachgerecht abläuft und warum das Logo allein selten die ganze Lösung ist.

Was ist ein Logo-Redesign?

Bei einem Logo-Redesign wird ein bestehendes Logo weiterentwickelt, nicht ersetzt. Das Ziel ist, die Wiedererkennung zu erhalten und das Zeichen zugleich zeitgemäß und in allen Medien funktionsfähig zu machen. Fachleute unterscheiden dabei zwischen Evolution und Revolution: Bei einer Evolution, oft auch Facelift genannt, werden Formen präzisiert, Proportionen ausgeglichen oder Farben angepasst. Bei einer Revolution bleiben nur einzelne, prägende Elemente erhalten. Ist kaum noch etwas Erhaltenswertes vorhanden, wird aus dem Redesign eine neue Logogestaltung.

Davon zu unterscheiden ist das Rebranding. Dort wird die Marke strategisch neu ausgerichtet, mit neuer Positionierung und manchmal mit neuem Namen. Ein Logo-Redesign ist meist der kleinere und risikoärmere Schritt, weil es auf dem aufbaut, was Kunden bereits kennen.

Sieben Anzeichen, dass Ihr Logo ein Redesign braucht

  1. Ihr Unternehmen hat sich verändert, Ihr Logo nicht. Neue Leistungen, neue Zielgruppen, Wachstum oder eine Unternehmensnachfolge sind typische Anlässe, den Auftritt zu überprüfen.
  2. Das Logo funktioniert in kleinen Größen nicht. Feine Linien, Verläufe und lange Schriftzüge verlieren sich auf dem Smartphone, als Profilbild oder als Browser-Symbol. Zeitgemäße Logos gibt es deshalb in mehreren Varianten, von der vollständigen Version bis zur reinen Bildmarke.
  3. Es fehlen druckfähige Dateien. Wenn das Logo nur als Bilddatei vorliegt und für Beschilderung, Fahrzeugbeschriftung oder großformatige Drucke erst nachgebaut werden muss, fehlt eine saubere, skalierbare Vektordatei.
  4. Jeder setzt das Logo anders ein. Abweichende Farbtöne, wechselnde Schriften und improvisierte Vorlagen zeigen, dass verbindliche Regeln fehlen. Das schwächt die Wiedererkennung bei jedem einzelnen Kontakt.
  5. Geschäftsbereiche wirken wie eigenständige Firmen. Standorte, Produktlinien oder Tochterunternehmen haben eigene Logos, aber niemand erkennt, dass alles zusammengehört.
  6. Das Logo wirkt nicht mehr zeitgemäß. Dabei geht es nicht darum, Trends zu folgen. Doch Sehgewohnheiten und Medien ändern sich, und ein Zeichen, das deutlich nach einer vergangenen Epoche aussieht, vermittelt Stillstand, auch wenn das Gegenteil stimmt.
  7. Sie zeigen Ihren Auftritt nicht gern. Wenn Sie bei neuen Kunden lieber nicht auf Visitenkarte oder Website verweisen, ist das oft das ehrlichste Signal.

Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein genauerer Blick. Eine schnelle Einschätzung gibt Ihnen der kostenlose 3-Minuten-Design-Check.

Warum das Logo allein nicht reicht

Viele Unternehmen denken beim Redesign zuerst an das Logo. Doch das Logo ist nur die Unterschrift eines Unternehmens. Wiedererkannt wird es vor allem an seiner Handschrift: an Farben, Schriften, Bildstil und Layouts, die sich auf jeder Visitenkarte, jeder Website und jedem Social-Media-Beitrag wiederholen. Diese Handschrift nennt man Corporate Design.

Ein neues Logo ohne Corporate Design ist deshalb nur der halbe Weg. Erst mit verbindlichen Gestaltungsregeln in einem Styleguide und fertigen Vorlagen können Sie und Ihr Team im Alltag einheitlich kommunizieren, ohne jedes Mal neu gestalten zu müssen. Und erst dann ist der neue Auftritt davor geschützt, nach wenigen Jahren wieder zu verwässern.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Redesign des Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins FKU: Dort ging es nicht nur um ein neues Logo, sondern darum, viele Projekte mit eigenem Design unter einem gemeinsamen Dach sichtbar zu machen. Mehr dazu im Beitrag Ein Dach für viele Projekte.

So läuft ein Logo-Redesign ab

  1. Analyse: Wo steht Ihr Unternehmen, was hat sich verändert, und wie wird Ihr Auftritt heute eingesetzt? Ein ausführlicher Markencheck klärt, welche Elemente die Wiedererkennung tragen und erhalten bleiben sollten.
  2. Konzept: Aus der Analyse ergibt sich die Richtung, also Evolution oder Revolution, und welche Anforderungen das Logo künftig erfüllen muss.
  3. Entwurf: Das Logo wird überarbeitet und in allen Varianten geprüft: groß und klein, farbig und einfarbig, auf hellem und dunklem Grund, gedruckt und am Bildschirm. Dazu gehören auch Mindestgröße und Schutzzone.
  4. System: Farben, Schriften, Bildstil und Layoutregeln werden festgelegt und im Styleguide dokumentiert.
  5. Vorlagen: Geschäftsausstattung, Präsentationen und Social-Media-Vorlagen machen den neuen Auftritt im Alltag nutzbar.
  6. Einführung: Nicht alles muss am selben Tag umgestellt werden. Ein Einführungsplan legt fest, welche Medien zuerst angepasst werden und welche Restbestände aufgebraucht werden können. Das schont das Budget.

Häufige Fragen zum Logo-Redesign

Verliere ich durch ein Redesign meine Wiedererkennung?

Nicht, wenn es fachgerecht gemacht ist. Ein Redesign knüpft bewusst an die Elemente an, die Ihre Kunden kennen, etwa an Form, Farbe oder Symbol. Bestehende Kunden erkennen Sie wieder, neue Kunden sehen ein Unternehmen, das sich weiterentwickelt hat.

Wie lange dauert ein Logo-Redesign?

Das hängt vom Umfang ab. Ein Facelift ist in wenigen Wochen umgesetzt, ein vollständiges Corporate Design mit Styleguide und Vorlagen braucht in der Regel einige Monate.

Was kostet ein Logo-Redesign?

Die Kosten hängen davon ab, wie weit die Überarbeitung geht, wie viele Varianten, Anwendungen und Vorlagen gebraucht werden und in welchem Umfang Sie das Design nutzen möchten. Seriöse Angebote weisen Gestaltungsleistung und Nutzungsrechte deshalb getrennt aus. Ein Markencheck vorab schafft die Grundlage für ein passgenaues Angebot.

Was sind Nutzungsrechte, und warum brauche ich sie?

Ein Logo ist ein urheberrechtlich geschütztes Werk. Mit den Nutzungsrechten wird festgelegt, wo, wie lange und in welchem Umfang Sie es verwenden dürfen. Für ein Logo, das Ihr Unternehmen dauerhaft prägt, ist in der Regel ein ausschließliches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht sinnvoll, das entsprechend vergütet wird. So sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite.

Muss ein überarbeitetes Logo neu als Marke eingetragen werden?

Wenn Ihr bisheriges Logo als Marke eingetragen ist, schützt diese Eintragung nur die eingetragene Form. Bei deutlichen Änderungen kann eine neue Anmeldung sinnvoll sein. Klären Sie das am besten mit einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt für Markenrecht, bevor das neue Logo eingeführt wird.

Ihr nächster Schritt

Sie möchten wissen, ob Ihr Auftritt ein Update braucht? Machen Sie den kostenlosen 3-Minuten-Markencheck. Oder kommen Sie in den OpenTalk, das offene Designgespräch: jeden Freitag ab 10 Uhr in meinem Online-Konferenzraum, kostenlos und unverbindlich. Für eine fundierte Einschätzung mit konkreten Empfehlungen gibt es den ausführlichen Markencheck, der bei einer anschließenden Beauftragung angerechnet wird.

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